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Regionale Produkte - Erfolgreich in Direktvermarktung

Chemnitz (bw). Auf Grund der Anbaustruktur der Landwirtschaft und auch der Struktur der Tierhaltung hierzulande gibt es nur wenige Möglichkeiten für die Landwirtschaftsbetriebe, sich mit regionalen Produkten direkt an den Verbraucher zu wenden. Die Unternehmen brauchen sichere Absatzmärkte, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Auch die ländliche Struktur hat zudem eine negative Wirkung auf eine Direktvermarktung. Denn die Absatzmöglichkeiten im ländlichen Bereich mit wenigen Einwohnern ist anders als im Umland großer Städte. Dort ist die Nachfrage nach regionalen Produkten doch deutlich größer. Dennoch gibt es Unternehmen in der Region, die mit regionalen Produkten erfolgreich in der Direktvermarktung tätig sind. Eines dieser Unternehmen ist die Agrargesellschaft Chemnitz mbH in unmittelbarer Nachbarschaft der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg.


Gut 20 Prozent des Umsatzes generiert der Familienbetrieb aus dem Verkauf von Wildfleisch, Erd- und Heidelbeeren. „Mein Vater hatte bereits 1993 mit der Zucht von Rot- und Damwild in einem 36 Hektar großen Gehege begonnen. Die Schlachtung der Tiere erfolgt in einem eigenen Zerlegebetrieb und die Vermarktung über den eigenen Hofladen“, erzählt Toni Jaschinski, der gemeinsam mit Thies Kappenberg die Geschäfte des Unternehmens führt.
 
Sehr gut angekommen sind beim Verbraucher die als saisonales und regionales Produkt angebotenen Blaubeeren. Das hat sich auch bei einigen Lebensmitteldiscountern herumgesprochen, die Blaubeeren von der Plantage in Rottmannshagen gelistet haben. „Viele wissenschaftliche Studien bestätigen den gesundheitlichen Nutzen der Heidelbeere, oder auch Blaubeere. Besonders der hohe Gehalt an Phenolen und Anthozyanen begründen diese Eigenschaften, sowie der hohe Gehalt an Spurenelementen. Das Wissen um die gesundheitlichen Vorzüge der Blaubeere ist in Deutschland jedoch nur gering ausgeprägt. Daher haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für die Heidelbeere auch überregional zu verstärken. In Rottmannshagen bewirtschaften wir 21 Hektar mit verschiedenen Sorten, wie zum Beispiel 'Reka', 'Bluecrop' und 'Duke'. Damit sind wir der größte Produzent von Heidelbeeren in Mecklenburg-Vorpommern“, betont Toni Jaschinski. Für den preisbewussten Kunden besteht die Möglichkeit, auf der Plantage die Blaubeeren selbst zu pflücken. Natürlich können während der Saison die Heidelbeeren auch bequem im Shop bestellt werden. Der Verkauf ist sowohl im Hofladen in Rottmannshagen als auch in Chemnitz in der Neubrandenburger Straße 1 organisiert.


Selbst pflücken ist auch bei den Erdbeeren angesagt. Dafür ist auch in diesem Jahr ein Erdbeerfeld bei Broda an der B 192 vorbereitet worden. „Auf unseren Erdbeerfeldern bei Broda und Rottmannshagen gedeihen auf einer Fläche von fünf Hektar verschiedenste Erdbeersorten zum Selbstpflücken sowie zur Lieferung an regionale Eisdielen, Gaststätten, Bäckereien und Großküchen, aber auch an den Einzel- und Großhandel“, informiert der Geschäftsführer.

Die Angebotspalette der Hofläden umfasst aber noch zahlreiche weitere regionale Produkte. „So haben wir beispielsweise einen Vertrag mit einem Kartoffelbauern aus Breesen und einem Eierproduzenten aus der Nähe von Malchin. Zum weiteren Angebot gehören auch Säfte aus Satow und Honig verschiedener regionaler Anbieter – um nur einige Dinge zu nennen“, macht Toni Jaschinski deutlich. Ebenfalls saisonal sind die Blumen- und Gemüseangebote auf Feldern am Firmensitz.

Seit jeher arbeitet die Agrargesellschaft Chemnitz im Einklang mit der Natur und setzt auf nachhaltiges Wirtschaften. Dazu gehören Solarflächen auf Wirtschaftsgebäuden ebenso wie die bewusst regionale Vermarktung der Produkte. Die Nutzung erneuerbarer Energien unterstützen sie mit dem Anbau von Raps als nachwachsendem Rohstoff. „Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren wir bewusst auf ein Mindestmaß und versuchen weitestgehend darauf zu verzichten. Unsere Mutterkühe werden freilaufend auf Flächen in ausgewiesenen Naturschutzgebieten gehalten. Die große Bewegungsfreiheit und gesunde Ernährung wirkt sich auch sehr positiv auf das Rindfleisch aus. Soweit es möglich ist, werden auch unsere Erdbeeren und Blaubeeren in kompostierbaren Behältnissen in den Verkauf gebracht“, zählt Toni Jaschinski auf.

Die Agrargesellschaft Chemnitz mbH ist ein klassischer Mischbetrieb mit Ackerbau und Viehwirtschaft. Mit fachlichem Know-how und modernen Maschinen werden auf den weitläufigen Ackerflächen Weizen und Gerste, Mais und Zuckerrüben, Raps sowie Sonderkulturen angebaut. Das Grünland dient als Weidefläche und zur Gewinnung von Winterfutter. Die Betriebsgröße der Agrargesellschaft umfasst ca. 2.000 Hektar Acker- und Grünlandflächen.

„Die Milchviehwirtschaft mussten wir leider inzwischen einstellen, da es wirtschaftlich nicht mehr vertretbar war. Wir beschränken uns dahingehend nun auf Mastrinder in Freilandhaltung“, bedauert Toni Jaschinski. Der in Neubrandenburg geborene Diplom-Kaufmann ist mit der Landwirtschaft groß geworden und fühlt sich mit seiner Region verbunden. Einerseits ist er ehrenamtlich als Stadtvertreter in Neubrandenburg tätig, andererseits unterstützt er mit dem Unternehmen auch kulturelle Aktivitäten wie beispielsweise das Erntefest. Der große Veranstaltungssaal am Firmensitz wird unter anderem vom Kulturverein für allerlei Angebote wie Buchlesungen oder Musikveranstaltungen genutzt und steht auch weiteren Interessenten offen.


Agrargesellschaft Chemnitz mbH
Gartenstraße 1
17039 Chemnitz

Dipl.-Kfm. Toni Jaschinski
Telefon: 0395 5823167
www.agchemnitz.de




    letzte Änderung: - 23.05.2018 10:00

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