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Biopark-Verband bundesweit aktiv - Einklang von Landwirtschaft und Naturschutz

Güstrow (bw). Die Ziele sind klar definiert: Natur und Landschaft bewahren, artgerechte Tierhaltung und soziales Engagement. Die Rede ist von den Grundprinzipien der ökologischen Landwirtschaft. Das Ganze geschieht in der Regel unter dem Dach eines Verbandes. Die Mehrzahl der ökologischen Produzenten haben sich in verschiedenen Anbauverbänden zusammengeschlossen wie in der Bundesrepublik Deutschland beispielsweise Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Gäa oder Naturland.

„Diese wenden konsequent die EU-Öko-Gesetzgebung an, haben aber darüber hinaus eigene, nochmals strengere Bestimmungen und Kontrollen, die dem Verbraucher zusätzliche Produktsicherheit garantieren“, erklärt Simone Witzel, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Verband Biopark in Güstrow. Biopark ist der Jüngste der genannten Verbände, er wurde 1991 in Karow/Mecklenburg gegründet und hat seinen Sitz inzwischen, wie schon erwähnt, in Güstrow. Biopark agiert bundesweit mit Schwerpunkt in den nordöstlichen Bundesländern und betreut inzwischen zahlreiche Biopark-Betriebe.  „Die eingangs erwähnten Schwerpunkte der ökologischen Landwirtschaft finden ihre Fortsetzung natürlich auch im Gewässer- und Bodenschutz und beinhalten ebenso den Ausschluss der Anwendung von Gentechnik. Auf Initiative von Biopark wurde so die erste gentechnikfreie Region in Deutschland gegründet“, macht Simone Witzel deutlich.

„Landwirtschaft und Naturschutz schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Vielerorts sind Landwirte in Naturschutzregionen tätig und erhalten die historisch gewachsene Kulturlandschaft durch ihre Arbeit. Dazu gehört eben auch, auf Gentechnik zu verzichten, keine chemisch-synthetischen Dünger zu verwenden, den Tierbestand angepasst an die Betriebsgröße aufzubauen und eigenes Futter zu verwenden. Damit wird ein geschlossener Betriebskreislauf geschaffen, der den ökologischen Prinzipien umfänglich Rechnung trägt. Bio heißt für uns aber auch, eine soziale Verantwortung zu tragen. Eine Vielzahl von Biopark-Landwirten schaffen qualifizierte Arbeitsplätze und stärken die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in strukturschwachen Gegenden“, unterstreicht die Pressereferentin.

Nach den Kriterien des Biopark-Verbandes arbeiten neben den Landwirtschaftsbetrieben auch zahlreiche Verarbeiter und Händler. Dazu gehören unter anderem Fleischerfachgeschäfte, Mühlen, Bäckereien oder Molkereien, aber auch Restaurants, Hotels und Catering-Unternehmen als Mitglieder des Biopark-Verbandes.

Erkennen kann der Verbraucher die Öko-Betriebe an ihrem Siegel „Biopark“, dessen Erteilung die Einhaltung der strengen Kriterien des Verbandes voraussetzt.

„Zuständig für die Überwachung und Kontrolle des Zertifikates ist eine unabhängige Zertifizierungskommission. Die Zertifizierung selbst wird durch eine Öko-Kontrollstelle vorgenommen. Diese kann der Landwirt selbst auswählen“ beschreibt Simone Witzel den Ablauf. Öko-Kontrollstellen sind in Deutschland staatlich zugelassene private Kontrollstellen, die jährlich die Einhaltung der Kriterien der EG-Öko-Verordnung durch Betriebe, die ökologische Lebensmittel erzeugen, überprüfen.

Im Jahr 1994 wurde dann die „Bio Markt GmbH“ ins Leben gerufen, die sich zur Aufgabe gemacht hat, den Biopark-Mitgliedern bei der Suche nach Abnehmern ihrer ökologisch erzeugten Produkte unterstützend zur Seite zu stehen.

„Jüngstes Kind“ von Biopark ist das Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“. „Auf Initiative von Biopark wurde in Kooperation mit der Umweltorganisation WWF und unter wissenschaftlicher Begleitung durch das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung sowie mit Unterstützung durch das Landwirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern der Naturschutzstandard 'Landwirtschaft für Artenvielfalt' entwickelt. Das übergeordnete Ziel dieses Projektes ist, die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen zu erhalten und zu erhöhen. Damit soll dem dramatischen Rückgang der heimischen Tier- und Pflanzenwelt entgegen gewirkt werden. Der ökologische Landbau bietet hierfür besonders hohe Potenziale, so dass dessen Leistungen für den Erhalt der Artenvielfalt optimiert und für den Verbraucher transparent gemacht werden“, fasst Simone Witzel kurz zusammen. Seit September ist die junge Frau Mitarbeiterin im kleinen Biopark-Team. Für ihre Arbeit bei Biopark bringt sie als studierte Agrarökologin die besten Voraussetzungen mit. Nach ihrem Studium in Rostock war sie zudem etliche Jahre an der Hochschule Neubrandenburg als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei verschiedenen Projekten tätig. Auch privat lebt sie als Verbraucher die ökologische Landwirtschaft. „Ich kaufe gut 90 Prozent Öko-Produkte, gehe viel auf den Wochenmarkt und nutze regionale und saisonale Produkte aus hiesiger Landwirtschaft. Gleiches gilt für Kosmetik- und Pflegeartikel. Ich denke, dass dies auch ein Beispiel dafür ist, wie der Verbraucher selbst Einfluss nehmen kann, dass Natur- und Umwelt auch im direkten Umfeld geschützt werden können“, zeigt sich Simone Witzel überzeugt.


Biopark
Rövertannen 13
18273 Güstrow
Telefon 03843 245030
E-Mail info@biopark.de
www.biopark.de




    letzte Änderung: - 26.10.2018 09:25

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